Landschaft hören. Landschaft als musikästhetisches Paradigma im deutschsprachigen frühen 19. Jahrhundert.

Landschaft

Pieter Gerardus van Os: Distant View of the Meadows at ’s-Graveland, 1817, Rijksmuseum Amsterdam.

In den Jahrzehnten um 1800 wurde das Hören von Musik in zahlreichen kunst- und musikbezogenen Texten mit dem Betrachten von Landschaften verglichen. Der Vergleich artikuliert ein spezifisches Verständnis von Musik, demzufolge das Publikum etwa Sinfonien wie Landschaften durchwandert und sie mit individuellen Bildern und Erinnerungen ausstattet. Die Dissertation untersucht die Entwicklung und Bedeutung dieser Konzeption in Hinblick auf die Instrumentalmusik. Ausgehend von ihrer ersten Formulierung in kunstphilosophischen Traktaten (etwa bei Schiller, Fernow oder A. W. von Schlegel) wird ihre Anwendung in musikspezifischem Kontext (in Konzertkritiken und Komponisten-Tagebüchern) nachvollzogen. Darauf aufbauend sollen Analysen von orchestralen Konzertouvertüren mit programmatischem Landschaftsbezug zeigen, wie sich die Orientierung an Landschaften auf die formale Gestaltung von Kompositionen auswirkt.

 

Das Projekt wird durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert.

Sebastian Spieker
Assistent / Doktorand
Philosophisch-Historische Fakultät
Departement Künste, Medien, Philosophie
Professur Schmidt

Assistent / Doktorand

Musikwissenschaftliches Seminar
Petersgraben 27
4051 Basel
Schweiz

sebastian.spieker@unibas.ch

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