21Apr 2020
18:15

Ort:
Vortragssaal, Musikwissenschaftliches Seminar Basel, Petersgraben 27, 4051 Basel

+++VERSCHOBEN+++ MWS-Vortrag

Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir Sie leider darüber informieren, dass der Gastvortrag von Dr. Federica di Gasbarro auf ein späteres Datum verschoben werden muss. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis.

Wir bleiben mit der Referentin im Gespräch, um einen späteren Zeitpunkt für den Anlass zu finden und werden Sie darüber frühstmöglich informieren.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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Auch wenn der Name Edgard Varèse in der Musikgeschichte insbesondere mit seinen Kompositionen für Schlagzeug und seinen Stücken für «organisierten» (sprich: elektronischen) Klang verbunden wird, enthalten die Orchester- und Kammermusikpartituren der 1920er Jahre bereits alle Errungenschaften, die für seinen Beitrag zu einer Erweiterung der Klangvorstellung in der Musik des 20. Jahrhunderts ausschlaggebend geworden sind. Der Vortrag versucht, durch das Ineinanderwirken von drei komplementären Vektoren, Varèses Schaffen prismatisch aufzubrechen. Die Ausgangskräfte bilden einerseits die Wirkungsgeschichte seiner Musik, die sich sowohl mit dem Entstehungskontext als auch mit seinem Einfluss auf die nachfolgenden Komponistengenerationen beschäftigt, andererseits ihre Ausführung, die heute auch durch spätere musikhistorische Entwicklungen befruchtet wird, in denen sich spezifische Potenzialitäten seiner musikalischen Ideen zeigen. Das Ziel ist eine neue Annäherung an Varèses Werk, welches zugleich Ursprungspunkt und Resultate dieses Kräftefelds darstellt.

Federica Di Gasbarro studierte Klarinette, Komposition und Musikwissenschaft an den Konservatorien in L'Aquila, Rom, Wien (MUK) und an der Universität «Tor Vergata» in Rom. 2017 wurde sie in Basel und Rom mit einer Arbeit über Edgard Varèses Amériques promoviert. 2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centro Studi Luciano Berio (Florenz) und 2014-2016 im SNF Projekt «Aufführungspraxis Elektroakustischer Musik» am ICST der ZHdK Zürich sowie 2013 freie Mitarbeiterin bei RAI-Radio3. Für ihre Forschungen über Varèse hat sie 2012 und 2014 ein ESKAS- ­bzw. CRUS-Stipendium erhalten. Sie war Stipendiatin der Fondazione Cini in Venedig für Studien zur Stravinsky-Rezeption in Italien (2017), der Paul Sacher Stiftung (2017) und des SNF (2018-2019, Early Postdoc Mobility in Nizza) für ein Projekt zur Musik Varèses in den 1920er Jahren sowie des Forschungsfonds der Universität Basel für ein Projekt zur Orchestration und Form in der Symphonik des frühen 19. Jahrhunderts (2020-2021).

Der Vortrag findet in Kooperation mit der Ortsgruppe Basel der SMG statt.


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