Playlist Frühjahrsemester 2022

Vorlesung von Prof. Dr. Hanna Walsdorf: Musikgeschichte zwischen Klassik und Klassismus, jeweils Di 10–12

(Luigi Boccherini: Quintetto in Do Maggiore La Musica Notturna Delle Strade Di Madrid, Op. 30, No. 6, G. 324: Passa)

Was bedeutet eigentlich «Klassik» in der europäischen Musik? Wäre es legitim, eine Musikgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts zu erzählen, ohne Bach, Mozart und Beethoven zu erwähnen – und sich stattdessen auf die Werke unbekannter Komponist*innen oder auf die musikalischen Praktiken der Nicht-Privilegierten zu konzentrieren? In dieser Vorlesung wird die kritische Reflexion musikhistoriografischer Darstellungen der sog. «Klassik» in den Vordergrund gerückt und daraufhin befragt, wie viel Klassismus (i.S. von Standesdünkel) darin implizit mitschwingt. Aus verschiedenen Musik-, Text- und Bildquellen sollen gesicherte Fakten und ihre retrospektive Deutung, diskursive Moden, erzählerische Topoi und Dilemmata (wie z.B. Überlieferungslücken oder Auslassungslogiken) beleuchtet werden. Dazu soll auch die Bedeutung der politischen und diskursiven Hintergründe des Erzählten auf der einen und der/des Erzählenden auf der anderen Seite analysiert werden: Wie sind musikgeschichtliche Überblickswerke aufgebaut, welche Auswahl- und Wertungskriterien, Erzähltraditionen und –strategien stehen dahinter? In welchem Verhältnis stehen Repertoire- und Kanonbildungen zu (ggf. retrospektiven) nationalen Identitätszuschreibungen? Und: Wieviel Zufall steckt in unserem Musikgeschichtsbild?
Bei der Erarbeitung und Erschliessung dieser Aspekte werden bekannte «klassische» Referenzwerke jeweils unbekannten Kompositionen gegenübergestellt, um über eine Art von Synchronschnitt die Vielschichtigkeit der Musik der «klassischen» Epoche aufzuzeigen.

Übung von Dr. Anne-May Krüger: Fragen der Musikgeschichte II, jeweils Di 12–14

(Trio von Simon Steen-Andersen, beginnt ab 1:37:25)

Performative Konzepte der neuen Musik
Spätestens seit Mauricio Kagels instrumentalem Theater ist innerhalb der neuen Musik der Aspekt des Performativen in den Fokus gerückt. Wurzelnd u.a. in prä-fluxistischen Praktiken der späten 1950er/frühen 1960er Jahre, stellt sich die Auseinandersetzung mit der dem Aufführungsmoment innewohnenden Theatralität bzw. ihre explizite Einbeziehung in den Kompositionszusammenhang heute als ein die Grenzen der traditionellen Musikpraxis in vielerlei Hinsicht überschreitendes Schaffen u.a. in Richtung Performance Art, Videokunst, Installation, Bewegungstheater, etc. dar.
Der Kurs vermittelt einen Überblick historischer und aktueller Konzepte von Performativität in Musikpraxis und fragt nach den Konsequenzen für Musikforschung und Aufführungspraxis.

Übung von Dr. Mathias Gredig und Prof. Dr. Matthias Schmidt: Salonorchester in den Grand-Hotels des Engadins: Organisation und Umsetzung einer Ausstellung, jeweils Di 14–16

(Kufenklänge)

Die Übung basiert auf einem Forschungsprojekt, das die Geschichte der Kur- und Hotelorchester im Engadin aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erkunden will: Zwischen 1860 und 1960 unterhielten im Engadin alle grösseren Hotels eigene Orchester. Diese traten mehrmals am Tag auf, im Winter sogar auf Eisplätzen. Zudem engagierten auch die Kurvereine Orchester, von denen zwei – in Pontresina und St. Moritz – bis heute überlebt haben. Erforscht werden sollen Veränderungen des Repertoires, Verbindungen der Salonorchester zu Musikszenen Italiens und Osteuropas oder die Funktionen der Orchester bei Bällen und Filmaufführungen, die Wechselwirkungen mit einheimischen Musikgruppen, die ökonomische und soziale Situation der Musiker im Hotelgefüge oder die Aufführungen während den Weltkriegsjahren.
Ziel der Übung ist die Verwirklichung einer Ausstellung, welche ab Anfang Juni 2022 im Museum Alpin in Pontresina präsentiert wird. Neben der Konzeption und Umsetzung der Dramaturgie, der Szenografie und Texte für die Ausstellung, erarbeiten die Studierenden eine kleine Videodokumentation über die Musiker/innen des gegenwärtigen Engadiner Kurorchesters. Im Rahmen der Übung werden zwei kürzere Exkursionen mit weiterführenden Recherchen ins Engadin durchgeführt.

Übung von Dr. Christian Bielefeldt: Electronica, Dance- und Club Music seit 1990, jeweils Di 16–18

(Frankie Knuckles: Godfather)

Die Begriffe Electronica bzw. Electronic Dance Music (EDM) werfen Fragen nach der Rolle von DJ und Produzent auf, nach der Zugehörigkeit zu Tanzkulturen und ihren Orten sowie einer Geschichte, die spätestens mit Disco beginnt, sich in House und Techno entfaltet und in den 1990’s und 2000’s in u.a. Jungle, Trance, Drum’n’Bass, Dubstep oder Trap global fortsetzt. Als Sammelbegriff verbinden sie eine kaum überschaubare Vielfalt von Sub- und Subsubgenres, zu denen auch experimentelle Stile und Künstler*innen gezählt werden können, auf deren Musik niemand mehr tanzt. Daneben wirft EDM auch Körper- und Gender-Fragen auf, die bis zu den Maskulinitäts-Konzepten in Disco und House zurückverfolgt werden sollen.

Seminar von PD Dr. Felix Wörner: "Driven into Paradise": Musik im Hollywood-Exil, jeweils Mi 10–12

(The Star-Spangled Banner, arrangiert von Igor Strawinsky)

Zahlreiche der von den Nationalsozialisten aus Europa vertriebenen Komponisten (und Künstler) versuchten, sich in den USA eine neue Existenz aufzubauen. Mit seiner schnell wachsenden Filmindustrie erschien Hollywood im Zeitalter des jungen Tonfilms vielen als ein begehrenswertes Ziel. Doch in Schönbergs Sentenz, er sei ins Paradies vertrieben worden, deutet sich bereits an, dass die künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten unter dem Diktat der Kulturindustrie und den Bedingungen des Exils nicht paradiesisch waren und ganz eigene Herausforderungen mit sich brachten.

Wir werden uns dem Themenkomplex im ersten Teil des Seminars von verschiedenen Perspektiven aus annähern und gemeinsam Fragestellungen und methodische Zugänge formulieren. Neben grossen Erfolgsgeschichten (Max Steiner, Erich Wolfgang Korngold, Franz Waxman) werden wir auch Schicksale beleuchten, die mit der Exilsituation haderten (Arnold Schönberg) oder daran künstlerisch sogar scheiterten (Erich Zeisl). Ein Schwerpunkt liegt auf dem Genre Filmmusik, das wir an exemplarischen Beispielen untersuchen werden. Im zweiten Teil des Seminars werden Studierende eigene Projekte vorstellen und ihre methodischen Zugänge und (Zwischen)ergebnisse mit den Teilnehmer*innen diskutieren.

Seminar von Prof. Dr. Hanna Walsdorf: Musik für Molière: Jean-Baptiste Lully und Marc-Antoine Charpentier, jeweils Mi 12–14

(Jean-Baptiste Lully: March for the Turkish Ceremony)

2022 wird in Frankreich mit zahlreichen Neuinszenierungen, Museumsausstellungen und wissenschaftlichen Kolloquien der runde Geburtstag von Jean-Baptiste Poquelin alias Molière gefeiert. Der vor 400 Jahren geborene Schauspieler, Theaterdirektor und Bühnenautor war nicht nur mit seinen Komödien für das Sprechtheater erfolgreich, sondern auch und ganz besonders mit jenen Comédie-ballets, die seit 1661 in Kooperation mit Jean-Baptiste Lully und später mit Marc-Antoine Charpentier entstanden. Die Frage, wie der Komödientext bzw. die szenische Aktion und die eigens für sie komponierte (Tanz-)Musik jeweils zusammenwirken, steht im Zentrum der gemeinsamen Betrachtung. Anhand ausgewählter Beispiele – von "Les Fâcheux" ¦ "Die Lästigen" (1661) über "Le mariage forcé" ¦ "Die Zwangsheirat" (1664), "L’Amour médecin" ¦ "Amor als Arzt" (1665) und "Le Bourgeois gentilhomme" ¦ "Der Bürger als Edelmann" (1670) bis hin zu "Le malade imaginaire" ¦ "Der eingebildete Kranke" (1673) – werden die Grundlagen dieser Form des Musiktheaters sowie spezielle choreomusikalische Analyseverfahren vorgestellt und erprobt. Dabei sollen auch die historischen Spezifika, diskursiven Kontexte und Rezeptionsmodi der Stücke aus musik- und theater-/tanzwissenschaftlicher Perspektive erläutert und diskutiert werden.

Proseminar von PD Dr. Felix Wörner: "Musik: Hören – Wahrnehmen – Analysieren" – Theoretische und Praktische Zugänge, jeweils Do 10–12

(Vorspiel aus Tristan und Isolde von Richard Wagner, arrangiert von Uri Caine)

Um sich Orientierung in der Musikgeschichte zu verschaffen, sollen sich Studierende der Musikwissenschaft in diesem Proseminar breite Kenntnisse im Repertoire, insbesondere anhand von Referenzwerken, aneignen. Im Kurs werden wir uns gemeinsam einen Fundus von Kompositionen vom Mittelalter bis in die Gegenwart erarbeiten, die wir hörend und analysierend beschreiben, erschließen und historisch einordnen können.
Studierende werden gebeten, eine Woche vor der ersten Sitzung eine erste Auswahl von zehn Werken, die ihnen für bestimmte Epochen, Gattungen, Komponist*innen, stilistische Richtungen, kompositorische Techniken etc. charakteristisch erscheinen, per email an den Dozierenden einzureichen.

Proseminar von PD Dr. Felix Wörner: Schlüsseltexte zur Musikästhetik, jeweils Do 12–14

(Das Altern der Neuen Musik, Vortrag von Theodor W. Adorno)

Alfred Nowak definiert in seinem gleichnamigen Artikel in der neuen MGG den Gegenstand der Musikästhetik als eine Beschäftigung mit Musik «im Kontext philosophischer Theorien des Schönen und der Kunst, der sinnlichen Erkenntnis und des geschichtlichen Verstehens». Als Disziplin steht die Musikästhetik somit in historisch wechselnden Bezügen zur philosophischen Ästhetik, zur Kunsttheorie, aber auch zur Kompositionsgeschichte. Um uns historische Problemstellungen und verschiedene Entwürfe der Musikästhetik seit dem 18. Jahrhundert zu erarbeiten, werden wir u.a. Ausschnitte aus Texten von Kant, Hegel, Wackenroder, Schopenhauer, Hanslick, Nietzsche, Busoni und Adorno lesen und diskutieren. Um auch einen aktuellen Standpunkt der Musikphilosophie kennenzulernen, werden wir als kursbegleitende Lektüre das Buch »Introduction to a Philosophy of Music« (2002) von Peter Kivy, einem der prominentesten Vertreter der jüngeren Musikphilosophie, gemeinsam erörtern.

Proseminar von PD Dr. Hana Vlhová-Wörner: Musikalische Notationen der westlichen Musik: vom Pergament bis zum Digital Age, jeweils Do 14–16

(Notker Balbulus: Natus ante saecula – Ordo virtutum)

Anhand ausgewählter Musikhandschriften des 15. und 16. Jahrhunderts aus St. Gallen führt der Kurs in Entstehung, Organisation, Liturgie und Notation dieses Repertoires ein. Neben klassischen Methoden der Untersuchung älterer Handschriften werden wir uns mit den Perspektiven neuerer Vorgehensweisen beschäftigen. Hierzu zählen Repertoire-Indices und digitale Datenbanken, die konventionelle Übertragung und mittels MEI und weitere Methoden der Digital Humanities. Alle Quellen sind durch digitale Sammungen und das Mikrofilmarchiv des MWS zugänglich.

Eine eintägige Studienfahrt in die Bibliothek des Klosters St. Gallen ist in Planung.

Übung von Prof. Dr. Martin Kirnbauer: Musiktraktate der Renaissance: zwischen Theorie und Praxis, jeweils Do 16–18

(Nicola Vicentino: Musica prisca caput [Rome 1555], gespielt von Johannes Keller auf dem Arciorgano des Studio31)

Die Zeit der Renaissance wurde zu Recht von Allan W. Atlas als 'exciting time for music history' beschrieben: so wurden im expliziten Rückbezug auf die Antike neue Ideen aufgegriffen und durch das neue Medium des Buchdrucks fanden Schriften der Musiktheorie immer grössere Leserkreise (vom 'professional textbook' zum Diskurs unter gelehrten Kollegen bis zum massenhaft verbreiteten Schulbuch). Zwar standen viele dieser Schriften immer noch in der Tradition der mittelalterlichen Unterscheidung zwischen 'Musicus' und 'Cantor' (also dem wissenden und dem unwissenden Musiker), aber es lässt sich eine konsequenzenreiche graduelle Integration von ‘musica practica’ und ‘musica theorica’ feststellen - mit dem Effekt, dass nun auch Aspekte einer (mündlichen) Praxis zunehmend zur (schriftlich fixierten) Sprache gebracht werden.
Die Lehrveranstaltung wird diesen Fragen anhand von ausgewählten Quellentexten nachgehen, wobei der Fokus auf den Schnittstellen zwischen Musiktheorie und musikalischer Praxis liegen wird. Auch steht sie in Zusammenhang zu einem Symposium zu Nicola Vicentino und seinem einschlägigen Traktat "L'antica musica ridotta alla moderna prattica" (Rom 1550), das vom 24.-26 November 2022 an der Schola Cantorum Basiliensis stattfinden wird.

Kurs von Thomas Gerlich: Musiktheorie 2: von der Sequenz zur Mediantik, jeweils Fr 10–12

(Alessandro Marcello: Oboenkonzert, Bearbeitung von Johann Sebastian Bach, BWV 974, gespielt von Anne Queffélec)

"Musiktheorie 2" ist die Fortsetzung des "Musiktheorie 1"-Kurses im Herbstsemester. Im Zentrum steht der analytische Umgang mit durmoll-tonaler Musik. Der Schwerpunkt liegt nun bei Elementen der Harmonik zwischen J.S. Bach und Schumann, die wir anhand von Klaviermusik und Liedern erarbeiten werden. Einige Stichworte: Kadenz – Sequenz – alterierte Akkorde – Modulation – Mediantik – Thementypen (Periode, Satz etc.) – Funktionstheorie.
Kursbegleitend wird ein wöchentliches Tutorat angeboten.

Übung von Jaronas Scheurer und Dr. Michael Kunkel: Die Verfransung der Künste: Musik zwischen Performance Art und bildender Kunst, jeweils Fr 12–14

(Ursonate von Kurt Schwitters, gesprochen vom Autor)

Im 20. Jahrhundert haben zahlreiche Kunstströmungen die Grenzen zwischen den Künsten verschwimmen lassen. Angefangen bei den Dada-Lautgedichten über die Fluxus-Kunst und happenings in den 60er und 70er bis hin zu den heutigen Multimedia-Opern oder installativen Werken, die mit musikalischen Elementen arbeiten.
Die Frage, die sich dabei stellt, ist: was ist das jeweils? Ist es Poesie, bildende Kunst, Musik, Theater? Und wenn ja, nach welchen Kriterien und Analysekategorien lassen sich diese interdisziplinären Kunstwerke fassen?
Ausgehen von einer Lektüre von Theodor W. Adornos Vortrag «Die Kunst und die Künste» von 1965/1966, untersuchen wir, wie diese «verfransten», interdisziplinären Kunstwerke zu fassen sind. Adorno spricht in seinem Vortrag eher ablehnend über die Verfransung, weil der Gehalt der Künste aus der konkreten Arbeit mit ihrer empirischen Schicht (ihrem jeweiligen Material) entspringe. Dies gehe verloren, wenn die Künste ineinander aufgehen. Doch in der Übung werden wir versuchen, das anhand von einigen Beispielen aus dem 20. Jahrhundert positiv zu lesen: Wenn die Kunstgrenzen verschwimmen und im Kunstwerk nicht mehr mit einer bestimmten Materialgruppe (z.B. Klängen) gearbeitet wird, was ist dann das Material des Kunstwerkes? Um was geht es dann? Und wie kann man das (musik)analytisch überhaupt fassen?

Übung von Dr. Federica Di Gasbarro: Schulen und Schulbegriff in der Musikgeschichte: zwischen Selbstverortung und Geschichtsschreibung, jeweils Fr 14–16

(Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater, I. Stabat mater dolorosa)

Die gesamte Geschichte der westlichen Musik und der Musikgeschichtsschreibung ist um Zentren herum aufgebaut, d.h. lokale, regionale, nationale und allmählich auch transnationale Zirkel oder Bewegungen, die durch spezifische politische, soziale und kulturelle Phänomene bedingt wurden. In solchen Zentren haben sich jeweils gezielte Musikpraxen herausgebildet, die eine bestimmte stilistische Tendenz oder gattungsspezifische Ausrichtung in der Musik eröffnet haben.
Die Übung bietet die Gelegenheit, neben einem Überblick über die Musikgeschichte in repräsentativen Sprüngen – von den Anfängen der mittelalterlichen Polyphonie bis zur Neuen Musik des 20. Jahrhunderts – die historiographische Festschreibung von Phänomenen, die als „Schule“ verstanden wurden, zu beleuchten und zu hinterfragen: Was ist mit den jeweiligen Schulbezeichnungen gemeint? Wie sind sie entstanden und wann bzw. in welchem Kontext wurden sie verwendet? Anhand der zeitgenössischen und retrospektiven Schriften von Akteuren, Beobachtern und Musikwissenschaftlern soll außerdem gemeinsam nachgespürt werden, welchen Platz die Kategorie der „Schule“ in der Musikgeschichte zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Ländern einnimmt, sei es im Sinne einer geographischen, zeitlichen oder stilistischen Festlegung, eines Meister-Schüler-Verhältnisses, usw. Schließlich sollen die divergierenden historischen Modelle herausgearbeitet werden, die in verschiedenen Epochen hinter der Erkennung von Schulen sowie der Verknüpfung von Schulen als Rückgrat der Musikhistoriographie stehen.